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Wir wünschen allen Kindern und Jugendlichen schöne und erholsame Sommerferien.

Dienstag, 02. Juli 2019

Pilgerbericht der Gruppe Leonard 2019

Etappe 4 "Träume nicht vom Jakobsweg, geh´ einfach los."

Ohne genaue Vorstellungen, welche Erlebnisse, Erfahrungen und Lektionen der Jakobsweg für uns bereit hielt, haben wir im Sommer 2016 unsere Pilgerreise auf dem Mosel-Camino begonnen.


Auch dieses Jahr sollte es wieder soweit sein auf Pilgerreise zu gehen. Noch waren die Gefühle unter den Jugendlichen gemischt. Einige der Jungen haben uns auf der Pilgerreise schon seit mehreren Etappen begleitet, für andere wiederum wird es das erste Mal sein.

Je näher der Start unserer Reise rückte, umso größer wurde die Vorfreude bei den einen, aber auch Respekt und Befürchtungen vor dem Unerwarteten bei den anderen.

Am 11.06.2019 gingen wir schließlich los und es zog uns zunächst zurück nach Domremy-la-Pucelle. Hier endete unsere Pilgerreise im letzten Jahr und noch einmal besuchten wir die Taufkirche der Nationalheldin Jean d'arc.
 
Von hier führte uns der Weg weiter durch Frankreich, durch die Champagne-Ardenne und das Department Voges, vorbei an malerischen Dörfern wie Coussey, entlang durch schattige Waldstücke und die Auen mehrerer Bäche, hinauf zum Plateau Lorraine, mit seinen bekannten Quellorten Contrexeville und Vittel.

Schließlich haben wir alle gemeinsam unser diesjähriges Etappenziel am malerischen Lac de la Liez erreicht. Der Anblick und die Stille des Sees haben uns schnell die Strapazen der letzten Etappen vergessen lassen. Hier haben wir auch unseren letzten Abend auf dem dazugehörigen Campingplatz verbracht und ließen ihn in einer typisch französischen Brasserie mit Seeblick ausklingen, aber auch die Reise gemeinsam Revue passieren.

„Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er ist Herausforderung und eine Einladung. Er macht dich kaputt und leer. Und er baut dich wieder auf. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach wieder zurück.“ So beschrieb Hape Kerkeling sein Empfinden, nachdem er auf dem Jakobsweg unterwegs war, und das können wir in großen Teilen nachempfinden.

Was am Ende bleibt ist jedoch die Erfahrung etwas dazu gewonnen zu haben, an seine Grenzen zu kommen und diese sogar zu überschreiten. Das Gefühl angekommen zu sein - nicht nur am Etappenziel - sondern auch ein Stück mehr bei sich selbst.